gruene.at
Navigation:
am 2. Jänner

Arbeitslosenzahlen: 2017 braucht positive Dynamik

Birgit Schatz - Faire Reformen statt Blockadepolitik sind notwendig.

"Ich hoffe sehr, dass das Jahr 2017 eines der positiven Reformen am Arbeitsmarkt wird. Justament-Positionen und Blockadehaltungen kann sich der österreichische Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstandort nicht mehr leisten", betont Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnen-Sprecherin der Grünen, anlässlich der heute veröffentlichten aktuellen Arbeitsmarktdaten.

"Für mich ist klar, dass eines der dringlichsten Themen die Frage des Mindestlohnes ist. Der neueste Einkommensbericht zeigt wiederum, wie inakzeptabel niedrige Löhne viele Menschen in Österreich haben. Das bringt ihnen, ihren Kindern und auch dem Sozialstaat eine Menge Probleme. Ein faires Vollzeiteinkommen muss international definiert, auf Basis nationaler Daten, zumindest 1750 Euro betragen. Noch immer gibt es aber Leute, die sogar unter 1500 Euro brutto verdienen. Das ist ein Zustand, der nicht hinzunehmen ist," stellt Schatz klar.

"Wir Grüne fordern schon seit langem einen per Gesetz garantierten existenzssichernden Mindestlohn. Doch auch andere Lösungen wie ein Generalkollektivvertrag oder Branchenvereinbarungen sind denkbar. Hauptsache ist, wir kommen hier weiter," sagt Schatz. Natürlich sei die Lage einiger Unternehmen schwierig, aber das dürfe nicht auf arme Familien abgewälzt werden. Schatz dazu: "Ja - wir brauchen eine Entlastung des Faktors Arbeit, da sind wir uns alle einig. Doch die Frage fairer Mindestlöhne immer mit diesem Argument auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben ist inakzeptabel."

Als zweite große Herausforderung sieht Schatz das Thema Arbeitszeit: "Immer mehr Menschen suchen Arbeit, aber das kaum vorhandenen Wirtschaftswachstum hält mit dieser Nachfrage - jetzt, aber auch in den nächsten Jahren - nicht mit. Wir müssen also vorhandene bezahlte Arbeit anders verteilen. Ich begrüße den Vorstoß von Sozialminister Stöger in Richtung Arbeitszeitverkürzung auf 36-Stunden pro Woche deshalb sehr. Im Gegenzug dazu allerdings den 12-Stunden-Arbeitstag für alle zu erlauben, scheint mir kein guter Deal zu sein. 12 Stunden Arbeit en bloc macht gemäß Arbeitsmedizin früher oder später krank und führt häufiger zu Arbeitsunfällen. Das will ich nicht. Allerdings glaube ich auch, dass es an der Zeit ist, das Arbeitszeitgesetz flexibler zu gestalten - auch im Interesse der ArbeitnehmerInnen. Doch Flexibilisierung darf nicht als Mehrbelastung für ArbeitnehmerInnen missinterpretiert werden. Darauf werden wir Grüne besonders achten."

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.