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am 12. Dezember 2016

Tourismus: Maßnahmen gegen Fachkräftemangel

Birgit Schatz - Im Tourismus gibt es nach wie vor zu wenige Fachkräfte. Es braucht endlich Maßnahmen, die Jobs attraktiver zu machen. Einige stellen wir im Kurzüberblick vor.

Mehr KöchInnen und KellnerInnen braucht das Land! Wir Grünen wolle durch bessere Arbeitsbedingungen die Attraktivität der Tourismus-Jobs erhöhen. Außerdem muss die Mobilität der touristischen Fachkräfte in Österreich gefördert werden. Denn gerade im Westen Österreichs gibt es deutlich weniger KöchInnen und KellnerInnen als im Osten. Dagegen kann man etwas tun.

GRÜNES MASSNAHMENPAKET KOMMT

In Kürze werden wir Grüne im Nationalrat ein Maßnahmenpaket zur Behebung des Fachkräftemangels im Tourismus vorstellen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem, dass Überstunden für arbeitsarme Zeiten angesammelt werden können. Der Umstieg auf dieses Ganzjahresarbeitszeitmodell soll kollektivvertraglich verankert und befristet gefördert werden. Dadurch soll die Beschäftigungsdauer über das ganze Jahr verbessert werden.

„Es müssen Wohnangebote, Kinderbetreuungsangebote und eine bessere Infra­struktur für Angestellte in der Tourismusbranche zur Verfügung gestellt werden.“
Birgit Schatz, Grüne ArbeitnehmerInnensprecherin

UMSTIEGSFONDS FÜR SPÄTEREN JOBWECHSEL

Aus Angst vor schlechten Berufsaussichten verlassen viele Fachkräfte die Branche zu früh. Wir Grüne wollen den EinsteigerInnen die Gewissheit geben, dass sie auch in einem späteren Lebensabschnitt noch einen Berufswechsel vornehmen zu können, so unsere ArbeitnehmerInnensprecherin Birgit Schatz. Ermöglicht werden soll dies durch einen so genannten Umstiegsfonds. Dieser soll durch einen 1-Cent-Beitrag pro Arbeitsstunde durch die ArbeitgeberInnen der Branche finanziert werden. Ziel ist es, dass Fachkräfte nach beispielsweise sieben Jahren einen Rechtsanspruch auf eine selbst gewählte Ausbildung für eine berufliche Umorientierung haben und dabei durch das AMS unterstützt werden.

MOBILITÄT FÖRDERN

Um dem West-Ost-Gefälle entgegenzuwirken, wollen wir die Mobilität der Fachkräfte fördern. Im Rahmen regionaler Entwicklungsprogramme sollen Wohnangebote, Kinderbetreuungsangebote und eine bessere Infrastruktur für touristisches Personal zur Verfügung gestellt werden. So könnten beispielsweise günstige Nachttaxis für Menschen zur Verfügung gestellt werden, wenn der Arbeitsplatz zu weit abgelegen vom Wohnort ist.

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