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am 15. Dezember 2017

STUDIENGEBÜHREN: Nein zur schwarz-blauen Studier-Steuer!

Simon Heilig-Hofbauer - Bildungssprecher LAbg. Heilig-Hofbauer: „1.000€-Gebühr ist unsozial und nicht durchdacht!“

Laut aktuellen Informationen aus den Koalitionsverhandlungen, will die zukünftige Bundesregierung wieder allgemeine Studiengebühren einführen und Studierende zur Kasse bitten. Kritik daran übt der GRÜNE Bildungssprecher im Landtag, LAbg. Simon-Heilig-Hofbauer: „Schon jetzt arbeiten laut aktuellen Zahlen der Studierendensozialerhebung über 60 Prozent der Studierenden 20 Stunden pro Woche. Wenn Lernwilligkeit jetzt zusätzlich mit einer Gebühr von 1.000 Euro pro Jahr belastet wird, müssen viele noch mehr arbeiten. Zum Studieren bleibt dementsprechend weniger Zeit. Das ist kontraproduktiv!“


Studiengebühren treffen zudem Studierende aus ökonomisch schwachen Schichten überproportional. Aktuell klagen 26 Prozent der Studierenden, stark von finanziellen Schwierigkeiten betroffen zu sein, Angehörige aus ökonomisch schwachen Schichten sind davon laut Studierendensozialerhebung doppelt so häufig betroffen. „Die Reichen können sich‘s richten, aber Studierende, die nicht so viel Geld haben, können die 1.000 Euro pro Jahr nicht einfach aus der Hosentasche bezahlen. Für sie wird der Weg zu höherer Bildung noch schwieriger als er ohnehin schon ist!“

Sauer stößt Heilig-Hofbauer auch auf, dass die Studiengebühren nicht zur Finanzierung der Unis dienen sollen, sondern um AbsolventInnen mittels Steuerbonus im Land zu halten. Das Argument, mit dieser „Studier-Steuer“ könne man vor allem deutsche Medizinabsolventen in Österreich halten, lässt Heilig-Hofbauer nicht gelten. „Man kann die spezifischen Probleme in einem Studienfach nicht über flächendeckende Studiengebühren lösen. Solange die Arbeits- und Rahmenbedingungen für MedizinerInnen im Ausland attraktiver sind, werden sie AbsolventInnen das Land verlassen – Steuerbonus hin oder her!  Was sich die zukünftige Regierung hier vorstellt, ist nicht durchdacht und ungerecht!“