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am 15. Jänner 2014

Landtag fordert vom Bund bessere Ökostromförderung

Rupert Fuchs - „Der Ausbau der erneuerbaren Energie muss schneller gehen. Dazu muss der Bund die Förderpraxis komplett reformieren.“

Der Salzburger Landtag hat heute, Mittwoch, ein klares Bekenntnis für eine effizienteren Ausbau der erneuerbaren Energie abgegeben: Einstimmig wurde der GRÜNE Antrag zur Änderung der Förderpraxis von größeren Photovoltaikanlangen angenommen.Wie aktuell die GRÜNE Initiative war, zeigt sich an der Vergabepraxis für die Ökostromförderung durch die ÖMAG, die heuer so chaotisch wie in den vergangenen Jahren verlief. Obwohl Verbesserungen angekündigt worden waren, mussten die Einreichungen auf einen neuen Termin (16. Jänner 2014) verschoben werden. Um dies in Zukunft zu ändern, hat der Salzburger Landtag die Landesregierung beauftragt, sich bei der Bundesregierung für eine kundenfreundliche Vergabe der Förderung einzusetzen.

Weiters spricht sich der Landtag dafür aus, die Förderbeträge für größere Photovoltaikanlagen (von 5 kWp bis 350 kWp) zu erhöhen sowie die Deckelung des Gesamttopfes aufzuheben. „Aufgrund der Deckelung saugen derzeit einige wenige größere Anlagen das gesamte Fördergeld auf, viele kleinere Vorhaben können nicht realisiert werden. Doch gerade kleinere Anlagen bringen viele Vorteile“, erklärt Fuchs. „Zum einen fügen sie sich wesentlich besser in unser Landschaftsbild ein und durch die kürzeren Leitungen kommt es zu geringeren Energieverlusten. Zum anderen bietet sich bei vielen dezentralen Anlagen die Möglichkeit einer breiteren Bürgerbeteiligung.“

Anreize für Beteiligungsmodelle von BürgerInnen schaffen

Gerade solche Beteiligungsmodelle für BürgerInnen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zahlreiche Menschen seien bereit – trotz unwirtschaftlichen Tarifs – privat Geld zu investieren und einen Beitrag in Richtung Energiewende zu leisten. Schließlich will Salzburg im Jahr 2020 die Hälfte der benötigten Energie aus regenerativen Quellen decken. Um das zu erreichen, müsse man diesen Menschen entgegenkommen und ihnen nicht noch zusätzlich das Leben schwer machen, so Fuchs in Richtung Bundesregierung. „Der Bund muss daher mehr Anreize für dezentrale Anlagen und Beteiligungsmodelle schaffen, denn gerade das Konzept der BürgerInnenbeteiligung vereint zentrale Aspekte einer erfolgreichen regionalen Energiepolitik.“

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