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am 15. Oktober 2014

Salzburg braucht den Wind

Josef Scheinast - Im Winter gehen Wasserstände und Sonneneinstrahlung zurück. Dafür weht dann mehr Wind.

Energie aus Wasserkraft hat in Salzburg eine lange Tradition und auch die Sonnenenergie ist mittlerweile gehörig auf dem Vormarsch. Bloß der Windkraft geht immer wieder die Luft aus, zuletzt scheiterten Windräder im Lungau an einer BürgerInnenabstimmung. Dabei braucht Salzburg für den Umstieg auf Erneuerbare Energien auf jeden Fall auch die Windkraft.

In der kalten Jahreszeit führen die Flüsse nur wenig Wasser, die Sonne steht tief und auch nur für wenige Stunden am Himmel. Wasser- und Sonnenenergie brechen im Winter also deutlich ein, während der Wind in diesen Monaten sein Energiemaximum liefert!

Dass die Windkraft im Bundesland Salzburg nie den Stellenwert haben wird, wie dies beispielsweise in Ostösterreich der Fall ist, versteht sich von selbst. Dennoch: Ganz verzichten können wir auf die Windräder schon allein aufgrund der „Winterproblematik“ nicht. Um von den fossilen Klimakillern Öl und Gas wegzukommen, brauchen wir den kompletten Mix der Erneuerbaren Energien.

Die Bedenken der Salzburger Tourismusindustrie gegenüber den weithin sichtbaren Windrädern lassen sich übrigens durch die positiven Erfahrungen steirischer Skigebiete entkräften: Eine Befragung im steirischen Lachtal und auf dem Salzstiegl ergab, dass die Windräder dort von den Gästen bestens akzeptiert werden. Mehr als 90 Prozent der Touristen halten diese Energieform für wichtig und fühlt sich von ihr auch nicht gestört.

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