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am 20. Juli 2016

5 Tipps, wie du Lebensmittelverschwendung vermeidest

GRÜNE Salzburg - In Salzburg landen pro Person und Jahr durchschnittlich 18 kg noch genussfähige Lebensmittel im Restabfall. Österreichische Haushalte entsorgen jährlich bis zu 157.000 Tonnen angebrochene und original verpackte Lebensmittel. Die meisten wären noch genießbar. Dagegen müssen wir etwas tun!

Am häufigsten landen Brot und Backwaren, gefolgt von Obst und Gemüse in der Tonne.

Welche Lebensmittel landen im Müll und wieso?

Am häufigsten werfen wir Brot- und Backwaren, gefolgt von Obst und Gemüse in die Tonne. Sehr oft finden auch Lebensmittel im Originalzustand (unangebrochen und/oder verpackt) den Weg in die Mülltonne. Diese Lebensmittel müssten gar nicht im Müll landen und tun es nur, weil sie kleine ‚Mängel‘ aufweisen.

Angebrochene Lebensmittel landen leider auch sehr häufig im Müll. Meist, weil wir falsch oder zu viel eingekauft haben. In Supermärkten sind wir oft mit Angeboten wie „Kauf zwei, zahl eins“ konfrontiert. Dies führt in der Regel dazu, dass wir zwei Salatköpfe kaufen und der zweite Salatkopf in der Tonne landet. Für den Supermarkt ist das ein gutes Geschäft. Eigentlich kaufen wir damit aber nur ein weiteres Lebensmittel für die Tonne. 

Der Salatkopf im Mülleimer trägt auch zum Klimawandel bei

Für die Produktion von Lebensmitteln werden große Mengen an Wasser benötigt. Für Ernte, die Lagerung (vor allem Kühlung) und den Transport sind große Ressourcenmengen erforderlich, die einen starken Einfluss auf den Klimawandel haben. Umgekehrt gibt es durch die voranschreitenden Klimaveränderungen immer häufiger unvorhersehbare Ernteausfälle aufgrund von Dürren oder Überschwemmungen. Der Salatkopf, der im Mülleimer landet, ist ein „Umsonst“-Produkt, das auf lange Sicht gesehen zusätzlich unnötigen Schaden verursacht. ​

Lebensmittel die im Müll landen, sind "Umsonst"-Produkte, die auf Lange Sicht gesehen weitreichende Folgen haben.

JEDER EINZELNE KANN DER LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG ENTGEGENWIRKEN!

1.) Richtig Einkaufen

Ob Lebensmittel irgendwann im Müll landen, entscheidet sich meist schon beim Einkauf. Vor jedem Einkauf sollten wir darüber nachdenken, welche Lebensmittel, in welcher Menge, wir wirklich benötigen. Und steht man dann im Laden, sollen auch wirklich nur das gekauft werden. Viel zu oft lassen wir uns von Rabattaktionen und Sonderangeboten verleiten und kaufen dadurch mehr, als wir eigentlich benötigen.

In Supermärkten liegen auch oft Waren, die weite Wege zurücklegen mussten und bereits wochenlang unterwegs waren, bevor sie bei uns im Einkaufswagen landen. Das wirkt sich auf die Haltbarkeit des Produkts aus. Ein wesentlicher Beitrag kann also durch den Kauf von regionalen und saisonalen Produkten geleistet werden.

In der Stadt Salzburg gibt es viele Märkte, Läden und Bauernhöfe, die regionale und saisonale Produkte anbieten: 

  • Der Salzburger Schrannenmarkt findet jeden Donnerstag zwischen 8 und 13 Uhr rund um die Andräkirche gegenüber dem Schloss Mirabell statt 
  • Der Salzburger Grünmarkt findet täglich außer an Sonn- und Feiertagen auf dem Universitätsplatz statt
  • Immer freitags von 8 bis 13 Uhr kann man am Bio-Bauernmarkt am Kajetanerplatz biologische Produkte aus der Region einkaufen
  • Der ORF-Schmankerlmarkt beim Landesstudio Salzburg bietet jeden Freitag zwischen 10 und 14 Uhr Produkte aus der Region

Regionale und saisonale Produkte holt man sich am besten direkt ab Hof oder auf einem Markt. Im Salzburger Marktkalender kann man sich über Märkte und Hofläden in seiner Region informieren. ​

Für jedes Lebensmittel gibt es den richtigen Lagerplatz
2.) RICHTIGE LAGERUNG VERLÄNGERT DIE HALTBARKEIT


Viele Obst- und Gemüsesorten vertragen weder die sommerliche Hitze noch die kalten Kühlschranktemperaturen. Gemüsesorten wie Zucchini, Melanzani, Gurken, Tomaten und Paprika mögen es zwar kühl und dunkel, gehören aber nicht in den Kühlschrank. Bei dieser Kälte verlieren viele Gemüsesorten schnell ihr Aroma, ihre Vitamine und ihre Haltbarkeit.

Und auch wenn das Gemüse außerhalb des Kühlschranks an einem kühlen, dunklen Ort lagert, soll nicht jede Sorte gemeinsam aufbewahrt werden. Tomaten und Äpfel geben zum Beispiel Ethylen ab, was andere Gemüsesorten schnell altern und verderben lässt.

Ebenfalls nicht in den Kühlschrank gehören viele Obstsorten, wie zum Beispiel Äpfel, Bananen, Ananas, Mango und Zitrusfrüchte.

Erdbeeren und andere Beerensorten gehören wiederum in den Kühlschrank, sind aber in der Regel sehr empfindlich und sollten schnell verzehrt werden.

Brokkoli, Karfiol, Karotten, Radieschen (beides ohne Grün!) fühlen sich im Gemüsefach des Kühlschranks am wohlsten.

Fleisch- und Milchprodukte gehören auf jeden Fall in den Kühlschrank. Aber auch hier kommt es auf die richtige Lagerung an. Für jedes Lebensmittel gibt es im Kühlschrank den richtigen Lagerplatz.​

Im oberen Fach hat es meist zwischen +5 und +8 °C. Hier sollte man Käse, Fertiggerichte, Speiserechte, Kuchen und Eier aufbewahren. In der Mitte hat es meist so um die +4 °C. Das ist die perfekte Temperatur für Milchprodukte. Fleisch- und Wurstwaren sowie Fisch gehören in das Fach über dem Gemüsefach. Bei 0 bis +2 °C halten diese Produkte am längsten. In das Gemüsefach kommt dann - eh klar - das Gemüse.

3.) Nicht so sehr auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten 

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sagt in der Regel nichts über die aktuelle Beschaffenheit des Produkts aus. Es gibt lediglich darüber Auskunft, bis zu welchem Datum der Hersteller ein makelloses Produkt garantiert. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Viele Lebensmittel sind auch darüber hinaus noch genießbar. Bei intakter Verpackung sind viele Produkte noch Monate nach Ablauf des MHD genießbar. In diesem Fall ist es immer ratsam, sich auf seine Sinne zu verlassen. Meist verraten Geruch, Farbe und Konsistenz eines Lebensmittels schon sehr viel über dessen Frischezustand. ​

Das Mindeshaltbarkeitsdatum sagt meist nicht viel über den Zustand des Produkts aus.
4.) Bewahre angebrochene Lebensmittel sichtbar im Kühlschrank auf

Manchmal kann es schon passieren, dass man auf angebrochene Lebensmittel im Kühlschrank vergisst. Das lässt sich ganz einfach vermeiden. Und zwar indem man angeschnittenes Gemüse oder offene Packungen sichtbar platziert. So wird man jedes Mal, wenn man den Kühlschrank öffnet, daran erinnert, dass diese Lebensmittel noch aufzubrauchen sind. Und das bringt uns auch schon zum nächsten und letzten Punkt: Resteverwertung.

5.) Reste verwerten, Food Coops und Foodsharing

Es kann schon vorkommen, dass das Auge größer war als der Hunger und man einfach zu viel gekocht hat oder das eine oder andere Lebensmittel zu viel im Einkaufswagen gelandet ist. Deswegen sollten diese Lebensmittel aber nicht gleich in den Müll wandern.

Speisereste können im Kühlschrank oder im Gefrierfach aufbewahrt werden und zu einem späteren Zeitpunkt verzehrt werden. Reste, die noch nicht in Speisen verarbeitet wurden aber schon angeschnitten oder geöffnet sind, erfordern etwas Kreativität.

Es gibt bereits unzählige Kochbücher, Blogs und Artikel im Internet, die dir diese Kreativität in der Resteverwertung abnehmen. Was eigentlich fast immer geht sind Smoothies, Gröstl aller Art, Salate, Aufläufe etc.

 

Love Food, hate waste!


Nützliche Links


​Links
Rezepte zur Resteverwertung findet man zum Beispiel hier:

Wer zuviel hat, kann auch teilen: Foodsharing

Oder eine Foodcoop eingehen. Hier kann man sich darüber informieren.

Aus Abfall Gourmet-Menüs zaubern? Geht! Wastecooking ist eine sehr spannende Aktion des Salzburgers David Groß.

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