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am 22. August 2014

LAND­WIRT­SCHAFT: Besorgniserregender Rückgang bei Biobauern in Salzburg

Rupert Fuchs - Landwirtschaftssprecher LAbg. Rupert Fuchs fordert ein Umdenken bei Agrarförderungen

Die Zahl der Biobauern in Salzburg geht zurück. Gab es im Jahr 2013 noch 3.579 Bio-Bauern im Land, sind es heuer nur noch 3.462 Biobauern, also um 117 Bio-Teilnehmer weniger. Das ergab eine Anfrage der GRÜNEN an Landwirtschafts-Landesrat Josef Schwaiger.

„Auf den ersten Blick wirkt dieser Rückgang vielleicht nicht dramatisch, in Wahrheit ist er aber besorgniserregend“, reagiert der GRÜNE Landwirtschaftssprecher LAbg. Rupert Fuchs auf die Anfragebeantwortung. „Wir bekennen uns dazu, den Biolandbau massiv ausbauen zu wollen, aber was passiert? Die Zahl der ausgewiesenen Biolandwirte sinkt sogar.“ Dabei wäre eine möglichst breite Umstellung auf Biolandwirtschaft nicht nur gesundheits- sondern auch umweltpolitisch mehr als wünschenswert, betont Fuchs.

Umdenken bei Agrarförderungen gefordert

Angesichts dessen fordert er ein Umdenken bei den Agrarförderungen: „Wir sollten darüber nachdenken, die Grundförderung für Biobauern zu erhöhen. Viele Bauern würden auf Biolandwirtschaft umsteigen, wenn es bessere Förderbedingungen gäbe.“ Es wäre ein großer Fehler des Landwirtschaftsministeriums gewesen, 2009 die Förderung zum Wechsel von konventioneller auf biologische Landwirtschaft einzustellen. Das kritisierte auch die EU-Kommission heftig.

„Außerdem sollten wir darüber nachdenken, eine Maximalförderung für die konventionelle Landwirtschaft einzuführen“, schlägt der GRÜNE Abgeordnete vor. „Wir sollten kleine Strukturen und bäuerliche Familienbetreibe stärker fördern und nicht die riesigen Agrarfabriken! Diese Maßnahme brächte eine deutliche Aufwertung der bäuerlichen Familienbetriebe, denen wir generell viel mehr Wertschätzung entgegenbringen sollten!“, so Fuchs. 

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