gruene.at
Navigation:
am 17. Februar 2016

Mehr Bio in die Kochtöpfe des Landes!

Rupert Fuchs - Landwirtschaftssprecher LAbg. Fuchs: „Öffentliche Einrichtungen müssen Vorbild werden.“

Mehr biologische und regionale Lebensmittel in den Kochtöpfen der landeseigenen Betriebe – das forderten die GRÜNEN heute, Mittwoch, im Salzburger Landtag. Konkret soll die Salzburger Landesregierung prüfen, wie der Anteil an regionalen und biologischen Lebensmitteln Betriebskantinen der Landesverwaltung, Schulen, Kliniken, Landeskindergärten, ausgegliederten Betrieben, etc. erhöht werden kann. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Salzburg hinkt im Bundesländer-Vergleich hinterher

„Derzeit haben wir in Salzburg zwar an den landwirtschaftlichen Schulen bereits einen Bio-Anteil von 50 Prozent, in den SALK aber erst einen Anteil von 14 Prozent. In anderen Landeseinrichtungen gibt es überhaupt keinen ausgewiesenen Bio-Anteil“, erklärt der GRÜNE Landwirtschaftssprecher LAbg. Rupert Fuchs. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hinkt Salzburg hier deutlich hinterher: Während Wien, Niederösterreich sowie die Steiermark verbindliche Bio-Quoten zwischen 25 und 50 Prozent festgelegt haben, Oberösterreich und Vorarlberg sich zum Ziel gesetzt haben, bis 2018 bzw. 2020 einen Bio-Anteil zwischen 30 und 50 Prozent zu erreichen – gibt es in Salzburg bislang nicht einmal Empfehlungen.

Land muss Vorbild werden!

„Gerade das Land muss aber eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es um ausgewogene, gesunde und klimaschonende Ernährung geht“, ist Fuchs überzeugt. Für ihn spricht neben dem gesundheitlichen auch der wirtschaftliche Aspekt eindeutig für eine Umstellung auf regionale und Bio-Lebensmittel in Großküchen: „Bäuerinnen und Bauern können damit mehr Produkte auf einfachem Weg verkaufen. Damit ist ihre Existenz gesichert und sie werden unabhängiger von Agrarsubventionen. Dass davon die regionale Wirtschaft im Allgemeinen profitiert, liegt auf der Hand.“ Außerdem hätten Lebensmittel aus der Region eine positive Klimabilanz, weil ihre Transportwege erheblich kürzer sind als die von Lebensmitteln aus anderen Ländern oder Übersee.

Sowohl die Praxis in anderen österreichische Bundesländer als auch zahlreiche andere Beispiele würden zeigen, dass der Umstieg auf regionale und faire Produkte möglich ist. Das Argument des Versorgungsengpasses bei regionalen und Bio-Lebensmitteln lässt Fuchs nicht gelten: Die BioAustria hätte auf Nachfrage bestätigt, dass sie die Landeseinrichtungen ausreichend mit biologischen und regionalen Lebensmitteln versorgen kann. 

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.