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am 14. September 2016

Österreichweites Gesamtkonzept soll Lebensmittel im Müll verhindern!

Rupert Fuchs - „Jährlich entsorgen österreichische Haushalte bis zu 157.000 Tonnen (!) an angebrochenen und original verpackten Lebensmittel. Die meisten wären noch genießbar. Dagegen müssen wir etwas tun!“

„Jede Minute wird in Salzburg ein voller Einkaufswagen voller Lebensmittel weggeworfen. Allein in der Stadt Salzburg landen so täglich (!) 12.000 kg an meist noch genießbaren Lebensmitteln im Müll. Mit dieser Menge könnte eine Stadt in der Größe meiner Heimatgemeinde St. Johann versorgt werden“, mit dieser Botschaft lässt der GRÜNE Umweltsprecher LAbg. Rupert Fuchs aufhorchen. „Ein österreichweites Konzept zur groß angelegten Reduktion von Lebensmittelmüll – von der Produktion über den Transport, den Verkauf bis hin zum Konsum – fehlt aber bislang“, kritisiert er. Das wollen die GRÜNEN nun ändern: Sie forderten daher heute im Salzburger Landtag vom Bund eine neue Regelung bzw. ein Gesamtkonzept zur Reduktion von Lebensmittelabfällen, welches an der gesamten Wertschöpfungskette ansetzt. Der GRÜNE Antrag wurde vom Landtag einstimmig beschlossen.

Vorbild Frankreich

Vorbild für eine neue Regelung könnte zum Beispiel Frankreich sein: Dort hat die Nationalversammlung vor einiger Zeit ein Gesetz beschlossen, wonach z.B. große Supermärkte per Gesetz dazu verpflichtet werden, unverkaufte Ware wiederzuverwerten oder zumindest zu Kompost für die Landwirtschaft zu verarbeiten. Supermärkte mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern werden in Frankreich überdies verpflichtet, ein Abkommen mit einer karitativen Einrichtung für Lebensmittelspenden zu schließen. In der Schule soll zudem Unterricht gegen die Verschwendung von Lebensmitteln in den Lehrplan aufgenommen werden. „Was in Frankreich möglich ist, sollte doch auch in Österreich kein Problem sein“, sagt Fuchs.

Der Salatkopf im Mülleimer trägt zum Klimawandel bei

„Für die Produktion von Lebensmitteln werden große Mengen an Wasser benötigt. Für Ernte, die Lagerung und den Transport sind große Ressourcenmengen erforderlich, die einen starken Einfluss auf den Klimawandel haben“, erklärt Fuchs. Umgekehrt gibt es durch die voranschreitenden Klimaveränderungen immer häufiger unvorhersehbare Ernteausfälle aufgrund von Dürren oder Überschwemmungen. Der Salatkopf, der im Mülleimer landet, ist ein „Umsonst“-Produkt, das auf lange Sicht gesehen zusätzlich unnötigen Schaden verursacht. ​

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