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am 9. Juni 2014

ERNÄHRUNG: Kinderlebensmittel strenger unter die Lupe nehmen und gesetzlich regeln!

Angela Lindner - "Es geht um die Gesundheit unserer Kinder!"

Riegel, Milchmischerzeugnisse und Frühstückscerealien für die Kleinen: Das Angebot an sogenannten Kinderlebensmitteln in österreichischen Supermarktregalen ist groß. Kritik dazu kommt nun von der GRÜNEN LAbg. Angela Lindner: „Oft werden diese sogenannten Kinderlebensmittel als gesund und nährstoffreich beworben, aber meist ist das reiner Etikettenschwindel – denn gerade Kinderlebensmittel sind besonders zuckerreich und fetthaltig.“ Lindner startet dazu nun ein Initiative im Landtag: „Ich habe am vergangenen Mittwoch in der Haussitzung einen Antrag eingebracht, um den Begriff ‚Kinderlebensmittel’ endlich gesetzlich zu regeln.“ Konkret fordert sie das Verbot der Bewerbung „falscher“ Kinderlebensmittel und die Kennzeichnung von Lebensmittel, die für Kinder wirklich geeignet sind. Irreführende Werbung in diesem Zusammenhang soll überhaupt verboten werden.

Eine Studie der steirischen Arbeiterkammer aus dem Vorjahr zeigte, dass 36 von 52 untersuchten Produkten durch ihren hohen Gehalt an Zucker, Salz, Fett Zusatzstoffen auffallen. Für den reichlichen Konsum wurde keines der Produkteempfohlen. Dazu Lindner: „Viele Kinderlebensmittel fallen eher in denSüßigkeitenbereich. Meistens sind sie als gesunde Jause oder Zwischenmahlzeit völlig ungeeignet!“

„Frisches Obst und Gemüse, gemeinsam genossen, das ist richtige Basis für unsere Kinder. Wir sollten dem auch in der Schule wieder mehr Aufmerksamkeit schenken!“ Wichtig ist ihr die gesetzliche Regelung, denn: Während für Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr eindeutige Bestimmungen im österreichischen Lebensmittelrecht festgeschrieben sind, die über die Beschaffenheit von Lebensmitteln Auskunft geben, gibt es dementsprechende Regeln für ältere Kinder nicht: „Fakt ist, dass die bisherige Selbstverpflichtung der Unternehmen keine Verbesserungen gebracht hat“, so die GRÜNE Abgeordnete. „Im Wissen, dass Adipositas und Fettleibigkeit bei Kindern ein großes Problem darstellt, besteht dringender Handlungsbedarf. Die Ausweisung im Lebensmittelrecht ist ein erster Schritt!“

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