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am 30. März 2015

EQUAL PAY DAY: Rot-schwarze Steuerreform vergrößert Einkommenskluft zwischen Frauen und Männern!

Barbara Sieberth - „Die Bundesregierung hat eine weitere Chance verstreichen lassen, endlich etwas gegen den Gender Pay Gap zu unternehmen!“

„Die großen Verliererinnen der angeblich größten Steuerreform aller Zeiten sind wieder einmal die Frauen", kritisiert die GRÜNE Frauensprecherin LAbg. Barbara Sieberth anlässlich des Equal Pay Days am kommenden Dienstag, 31. März. An diesem Aktionstag soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Frauen nach wie vor weniger verdienen als Männer.

64 Prozent Entlastung für Männer – 36 für Frauen

Fakt ist: Das Steuermodell der Bundesregierung bringt für Frauen ein Entlastungsvolumen von gerade einmal 36 Prozent, für Männer sieht das Steuermodell hingegen eine Entlastung von stolzen 64 Prozent vor. Sieberth sieht darin eine völlig falsche Entwicklung:

„Österreich belegt mit einem geschlechtsspezifischen Lohnunterschied von 23,4 Prozent den unrühmlichen vorletzten Platz im Vergleich der EU-Staaten. Und wie reagiert die rot-schwarze Bundesregierung darauf? Sie beschließt eine Steuerreform, von der abermals die Männer überdurchschnittlich profitieren. Jene, die ohnehin am wenigsten verdienen, profitieren auch von dieser Steuerreform am wenigsten - und das sind leider die Frauen!"

Während etwa Gutverdiener wie Bundeskanzler Faymann mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 21.458 Euro im Jahr 2016 rund 2.300 Euro mehr im Börserl haben wird, sind es bei der vielzitierten Supermarkt-Kassiererin gerade einmal 370 Euro. Eine Mindestpensionistin erhält 2016 gerade einmal 110 Euro mehr. Auch von der Erhöhung des Kinderfreibetrags von 220 auf 400 Euro werden geringverdienenden Familien und vielen Alleinerzieherinnen nichts haben.

Ungleichheit wird systematisch vergrößert!

"Es gibt viele Gründe, die zu einem ungleichen Einkommen von Frauen und Männern führen“, führt die GRÜNE Frauensprecherin aus. „Dazu gehören die ungleiche Verteilung von bezahlter und nichtbezahlter Arbeit, die automatische Zuteilung der Familienarbeit sowie die gläserne Decke beim beruflichen Aufstieg.“ Die SPÖVP-Regierung hätte bei der aktuellen Tarifanpassung die unbestreitbaren Ungleichheiten von Frauen- und Männereinkommen allerdings völlig außer Acht gelassen. Im Gegenteil: „Diese Steuerreform sorgt dafür, dass die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen noch weiter aufgeht. Die Ungleichheit wird so systematisch vergrößert. Rot und schwarz haben damit eine weitere Chance, endlich etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu tun, ungenutzt verstreichen lassen", ärgert sich Sieberth.

„Das Ergebnis der Tarifreform ist bitter für uns Frauen und für alle, die sich für mehr Gerechtigkeit bei der Einkommensverteilung einsetzen“, betont Sieberth abschließend und fragt sich: „Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der SPÖ- und ÖVP-Frauen, des ÖGB und der ArbeiterInnenkammer?“

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