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am 29. Jänner 2013

Frau fairdient mehr

GRÜNE Salzburg - Frauen sind am Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt und werden oft unter ihrem Qualifikationsniveau eingesetzt und bezahlt. Wir wollen berufstätige Frauen fördern und unterstützen.

"Wenn immer mehr schwangere Frauen ihren Job verlieren oder am Arbeitsplatz um die Gesundheit ihres Kindes bangen müssen, dann spricht sich das herum. Frauen, die mit einer Diskriminierung rechnen, werden sich unter diesen Umständen mehrmals überlegen, ob sie Kinder bekommen wollen“, bringt die GRÜNE Frauensprecherin Judith Schwentner die Situation vieler berufstätiger Frauen auf den Punkt. Dabei könnte eine gute soziale Infrastruktur den Frauen helfen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren: Ganztägige qualitativ hochwertige Kinderbetreuung oder mehr ambulante und teilstationäre Dienste in der Altenbetreuung helfen Frauen ihrem Beruf sorgenfreier nachzugehen. Da ist es nur logisch, dass wir GRÜNEN uns für ein Konjunkturpaket zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von Frauen einsetzen.

TEILZEIT UND DIE FOLGEN

Das Wifo-Weißbuch des Österreichischen Institutes für Wirtschaftsförderung weist darauf hin, dass es für Frauen in Österreich immer noch sehr schwierig ist, ihr Potential am Arbeitsmarkt zu entfalten. Fast jede zweite Frau arbeitet derzeit in Teilzeit. Stark gestiegen ist auch die Zahl der geringfügigen Beschäftigungen, die zu 70% von Frauen ausgeübt werden. Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen schließt sich nicht. Frauen verdienen laut Einkommensbericht des Rechnungshofes immer noch um 40% weniger als Männer. Auch auf Vollzeitbeschäftigung umgerechnet beträgt der Einkommensunterschied beim Bruttostundenlohn 25%. Diese Entwicklung ist jedoch nicht nur für Frauen von Nachteil, sondern sie wirkt auch negativ auf wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes aus. Frauen können ihr Wissen und ihre Talente am Arbeitsmarkt nicht voll entfalten.

WAS DIE REGIERUNG TUN MÜSSTE, ABER NICHT TUT

Gegen die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt muss die Regierung mehr tun. Der Nationale Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern enthält 55 Maßnahmen, die nur wenig wirksam sind. Die geschlechtsspezifische Ausbildungswahl wird durch das Schulsystem weiterhin eher verstärkt statt abgebaut. Bei den AMS-Maßnahmen wird viel mehr in die Beschäftigung der Männer investiert: Während Männer überwiegend qualitativ hochwertige AMS-Maßnahmen wie Umschulungen, Kurzarbeit und Gründungsförderungen beanspruchen, erhalten Frauen überwiegend „billige“ und qualitativ nicht unbedingt nachhaltige Förderungen und Kurse (etwa Kinderbetreuungsbeihilfe oder Bewerbungstrainings).​

AKTION 10.000 JOBS

Um die Chancen und Möglichkeiten der Frauen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, muss einiges geschehen. Wir Grünen fordern ein beschäftigungspolitisches Paket, um die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt gravierend zu verbessern. Dieses Paket beinhaltet u.a. folgende Maßnahmen:
  • Aktion 10.000 Frauenjobs: die Übernahme von 2/3 der Jahreslohnkosten bei 10.000 Neuanstellungen pro Jahr in bestimmten Branchen für bestimmte Zielgruppen
  • Ausbau der sozialen Infrastruktur (Kinderbetreuung, Pflege, Bildung)
  • Modell Gleichbehandlungsbilanz: Bindung der Wirtschaftsförderung an innerbetriebliche Frauenförderung
  • Besserstellung von Teilzeitarbeit, Ausbau qualifizierter Teilzeit
  • ein Mindestlohngesetz
  • qualifizierte Ausbildungen, geschlechtersensible Programme zur Unterstützung der Berufswahl und Umschulungen von Frauen in zukunftsweisende Berufsfelder
  • gleiche Qualität von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für Männer und Frauen
  • Frauenförderung als Kriterium bei der öffentlichen Auftragsvergabe
  • Verpflichtung zu Frauenförderplänen in der Wirtschaft​
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