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am 30. Jänner 2013

Frau-Sein in Salzburg

GRÜNE Salzburg - Wir haben Barbara Sieberth, Sprecherin der GRÜNEN Frauen Salzburg, zum Frau-Sein in Salzburg befragt.

Warum braucht es Grüne Frauenpolitik?

"Dass Grüne Frauenpolitik funktioniert, zeigt ein Blick auf die Grüne Partei. Auch wenn auch wir nicht perfekt sind, haben wir doch viele kompetente Frauen an unserer Spitze, eine faire Verteilung von wichtigen Positionen, und auch den Mut, auf unsere „Geschlechtergerechtigkeit“ in ihren vielen Bereichen immer wieder einen Blick zu werfen.
In Österreich, aber auch in Salzburg sieht das im Gesamten leider anders aus. Auch 2013 sind viele Frauen von Ungerechtigkeiten betroffen sind, die auf ihr „Frau sein“ zurückzuführen sind. Und eine Tendenz Richtung: „Ihr habt doch eh schon alles erreicht, was regt ihr euch eigentlich noch auf?“
Das dem nicht so ist, belegen klare Zahlen. Frauen verdienen nach wie vor deutlich weniger wie Männer, besonders gravierend wirkt sich das zum Beispiel auch auf die Pensionen aus. Und das wiederum schafft Abhängigkeitsverhältnisse und Armut von Frauen.

Frauen sind immer noch stark unterrepräsentiert, was Entscheidungsfunktionen angeht. Das betrifft politische Gremien genauso leitende Funktionen beispielsweise in der Verwaltung, auf den Universitäten, aber auch in der Wirtschaft.
Frauen übernehmen immer noch den überwiegenden Teil der unbezahlten Arbeit in Haushalt und Familie. 
Rollenbilder von „weiblich“ und „männlich“ prägen Hierarchien, die immer noch Frauen unterordnen und demütigen. 
Gewalt gegen Frauen, und das überwiegend in der Familie, prägt immer noch unsere Gesellschaft.

DARUM braucht es Frauenpolitik, und wir GRÜNE haben uns hier schon als hartnäckig und ausdauernd bewiesen. Das soll auch so bleiben.​"

Wo siehst du die drängendsten Probleme in Salzburg?

"Frauenarmut ist ein dringend zu lösendes Problem. Und es trifft Frauen in allen Lebenslagen, von der alleinerziehenden Mutter bis hin zur Mindestpensionistin oder der völlig unterbezahlten Angestellten zum Beispiel im Handel.
Budgets für die Umsetzung von frauenpolitischen Maßnahmen und Einrichtungen werden zurückgefahren, Stellen wie die der Frauenbeauftragten der Stadt Salzburg erst gar nicht nachbesetzt. Das darf nicht sein! 
Führungspositionen in Stadt und Land Salzburg müssen mit deutlich mehr Frauen besetzt werden – die aktuelle Situation beispielsweise in Aufsichtsratsgremien wie der Salzburg AG (null Frauen) ist eine Katastrophe."​
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