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am 24. Oktober 2013

„Dicke Luft“ in Salzburg - Zahlen & Fakten zur Testphase von Tempo 80

Astrid Rössler - Die Verordnung zum Probebetrieb von Tempo 80 auf der Westautobahn zwischen der Auffahrt Nord und dem Knoten Walserberg ist unterschrieben. Ab Donnerstag, 20. Februar, wird diese Geschwindigkeitsbegrenzung für drei Monate gelten. Für das Tempolimit gibt es gute Argumente.

Weniger Abgase, weniger Lärm, mehr Sicherheit – das sind die Hauptargumente, auf der Stadtautobahn zwischen Auffahrt Nord und dem Knoten Walserberg Tempo 80 einzuführen.
Der Hintergrund: Aufgrund der jahrelangen Grenzwertüberschreitungen im Bundesland Salzburg bei Stickoxiden herrscht akuter Handlungsbedarf.  
Die ExpertInnen des Landes haben die Auswirkungen einer Temporeduktion auf der Stadtautobahn zwischen Auffahrt Nord und Knoten Walserberg geprüft und kamen zu dem Schluss, dass es praktisch keine kostengünstigere und effizientere Maßnahme gibt, die auf diesem belasteten Abschnitt die gleiche Entlastung – nämlich minus 13 Prozent bei den Stickoxiden – bringt. 

• Salzburg musste schon vor einigen Jahren 15 Gemeinden als "Luftsanierungsgebiet" ausweisen und ein "Maßnahmenpaket Luftreinhaltung" machen. Dieses Programm wurde evaluiert und es ist ein Folgeprogramm notwendig (verpflichtende Meldung an die EU).

• Die EU hat eine Verlängerung der Ausnahme von der Einhaltung der Grenzwerte letztes Jahr ABGELEHNT, weil die bisher vorgeschlagenen Maßnahmen als nicht ausreichend angesehen wurden!

• Tempo 80 auf dem 10-km langen Abschnitt Autobahnauffahrt Nord bis Knoten Walserberg ist eine Maßnahme im Rahmen des Gesamtprogramms, die hinsichtlich ihrer schadstoffsenkenden Wirkung bereits untersucht wurde. Minus 13 Prozent bei den Stickoxiden ist eine besonders effiziente Maßnahme, noch dazu exakt verursachergerecht (denn der Verkehr ist eindeutig der Hauptverursacher, insbesondere bei den stark belasteten Gebieten an Hauptverkehrsstrecken). 

• Angestrebt wird jetzt einmal ein 3-monatiger Probebetrieb im Winter (schlechtere Luftqualität, höhere Belastungssituation), für eine Verlängerung ist das Einvernehmen mit dem BMVIT zu suchen.

• Es handelt sich um eine verursachergerechte Maßnahme und um das gelindeste Mittel, weil der Eingriff in die Rechte anderer extrem gering ist: Einem Zeitverlust von etwas mehr als 1 Minute steht einer Schadstoffreduktion von 13 Prozent gegenüber! Außerdem extrem kostengünstig, weil ohne nennenswerten Aufwand sehr wirksame Verbesserungen erzielt werden können. (​Hier können Sie die tagesaktuellen Luftwerte abrufen)

• Dazu kommen noch zwei nennenswerte Nebeneffekte: Die Lärmwerte gehen laut Othmar Glaeser, Leiter der Umweltabteilung, sinken mit 1,7 Dezibel deutlich. Für die betroffenen AnrainerInnen hört sich das so an, als sei ein Drittel weniger Fahrzeuge unterwegs. Zusätzlich erhöht sich die Verkehrssicherheit des Abschnittes, weil die Temporeduktion der Flüssigkeit dient.

Gemeinsamer Beschluss von GRÜNEN, ÖVP und SPÖ im Jahr 2012 

Tempo-Diskussionen werden in der Regel heiß geführt, umso interessanter ist, dass die nun geplante Maßnahme auf einen höchst breiten Konsens im Landtag zurückzuführen ist: Am 3. Oktober des Vorjahres sprachen sich GRÜNE, ÖVP und SPÖ im Landtag für Tempo 80 aus und beauftragten die Landesregierung, ein solches Tempolimit „in Wahrnehmung ihrer Landeskompetenz“ zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung erging Anfang dieses Jahres an den Landtag. 

weitere AUSFÜHRLICHE Informationen zum Thema gibts hier

​So ist die Luft heute - der tagesaktuelle Luftgütebericht des Landes ​

Astrid Rössler über die Notwendigkeit von Tempo 80

Warum ist Tempo 80 notwendig? - Pressegespräch zu Tempo 80 und dem Salzburger Luftreinhalteprogramm 2013 vom 8.11.2013

Video auf Youtube

Appell "Tempo 80" von Astrid Rössler

Sind wir bereit auf etwas Komfort und ein wenig Flexibilität zu verzichten, um etwas für die Gesundheit der Menschen zu tun? - Wir sagen JA!

Video auf Youtube
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