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am 8. Oktober 2014

Bio – eine Existenzfrage

Rupert Fuchs - In Salzburg gibt es derzeit 3.579 Bio-BäuerInnen. 117 weniger als im Jahr zuvor! Grund dafür: Biolandwirtschaft rechnet sich oft nicht.

Völliger Verzicht auf Pestizide und Chemie-Dünger, Beachten von Fruchtfolgen, möglichst artgerechte Tierhaltung, schonende Bodenaufbereitung – all das ist arbeits- und kostenintensiv.

Dabei ist Bio nicht nur für die betroffenen Agrarbetriebe eine Existenzfrage. Bio-Anbau hält die Böden lebendig und fruchtbar – die Voraussetzung, um uns mit gesunden, hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Er sichert zudem eine hohe Artenvielfalt, was wiederum das Ökosystem stabilisiert und so auf natürliche Weise verhindert, dass Schädlinge überhandnehmen. Nicht zuletzt hilft Bio-Landbau im Kampf gegen den Klimawandel: Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leichtlösliche Dünger wird der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß reduziert.

Wir brauchen also mehr Bio-LandwirtInnen und das so nötig wie nie zuvor! Die Agrar-Subventionen müssen endlich massiv umgeschichtet werden. Es kann nicht sein, dass die Fördertöpfe für konventionell arbeitende Großbetriebe prall gefüllt sind, während Biobauern der Reihe nach aufgeben, weil sie von ihrer für uns alle so wertvollen Arbeit nicht leben können. 

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