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am 14. Dezember 2017

Kein Glyphosat im Bioland Salzburg!

- Naturschutzreferentin LHStv. Astrid Rössler für völliges Verbot von Glyphosat „und ähnlichen Chemiekeulen“

„Für Glyphosat und ähnliche Chemiekeulen braucht es ein Komplettverbot, etwas anderes kommt für uns in einem Bioland wie Salzburg nicht in Frage.“ So reagiert Naturschutzreferentin LHStv. Astrid Rössler (GRÜNE) auf die aktuelle Debatte rund um das Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat. Angesichts des anhaltenden Artensterbens fordert Rössler zudem, das Thema „Pflanzengift“ grundsätzlich anzugehen: „Auf unseren Wiesen und Feldern dürfen nur noch Mittel zum Einsatz kommen, die für den Biolandbau zugelassen und bienentauglich sind.“

Angefangen vom Bienen- und Insektensterben bis hin zu massiv reduzierten Beständen bei Singvögeln und Fröschen, sei der Artenschwund mittlerweile dramatisch. „Wenn wir das Artensterben stoppen wollen, müssen die Chemiekeulen aus unseren Gärten und landwirtschaftlichen Flächen verschwinden“, so Rössler.

Gerade was die Landwirtschaft angehe, brauche es aber ein österreichweites Gesetz: „Mahr als die Hälfte der Salzburger Bauern betreibt ohnehin Biolandwirtschaft, um auch den Rest chemiefrei zu machen, ist der Bundesgesetzgeber und damit die neue Bundesregierung gefordert“, betont die Salzburger Naturschutzreferentin.

Auf Landesebene sind die Möglichkeiten für ein Glyphosat-Komplettverbot jedenfalls beschränkt. Derzeit wird geprüft, welche rechtlichen Spielräume das Bundesland nutzen kann. „Aktuell zeichnet sich ein Verbot in sensiblen Gebieten ab. Damit bekommen wir das Gift zumindest weg von Spielplätzen, Schulen, Parks und anderen öffentlichen Flächen. Das ist ein wichtiger erster Schritt, dem aber noch weitere folgen müssen“, betont die Grüne Naturschutzreferentin. Langfristig bräuchte es den – österreichweiten – Mut, die gesamte Landwirtschaft ökologisch und nachhaltig auszurichten.