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am 1. Dezember 2015

Klimapolitik: "Wann, wenn nicht jetzt?"

GRÜNE Salzburg - „Ist die Erde noch zu retten?“, das haben wir den GRÜNEN Umweltsprecher LAbg. Rupert Fuchs anlässlich des Weltklimagipfels in Paris gefragt.

LAbg. Fuchs: „Jeder Einzelne kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten!“

Redaktion: Derzeit versammeln sich die Mitglieder der Vereinten Nationen in Paris, um bei der UN-Klimakonferenz über Maßnahmen gegen die Erderwärmung zu beraten. Liegt die Rettung der Erde überhaupt noch in unserer Macht?

Fuchs: Die Lage ist jedenfalls sehr ernst. Wir leben ökologisch seit Jahrzehnten auf Pump. Noch können wir der Katastrophe entgehen, dazu müssen wir aber rasch unser Verhalten ändern. Mit jedem Tag, den wir zuwarten, werden unsere fossilen Rohstoffe und das Wasser knapper, es verschwinden Tier- und Pflanzenarten, der Boden trocknet aus. Die weiteren Folgen sind kaum auszudenken.

Was muss passieren, damit diese Entwicklung aufgehalten wird?

Wir müssen raus aus Öl, Kohle, Gas und stattdessen den Ausbau der erneuerbaren Energie schleunigst vorantreiben – das hat oberste Priorität. Gleichzeitig müssen sich die Staaten endlich zu ambitionierten Klimazielen bekennen und den weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 massiv reduzieren.

Welchen Beitrag kann ein kleines Land wie Österreich leisten?

Österreich zählt derzeit im EU-Vergleich zu den Klimaschutzschlusslichtern und droht das Klimaziel für 2020 zu verfehlen. Gleichzeitig ist der Klimawandel bereits deutlich spürbar: Das Jahr 2015 war eines der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Hitze-Rekorde, Trockenheit, beschleunigte Gletscherschmelze verursachen immense wirtschaftliche Schäden. Höchste Zeit also, dass wir ganz auf erneuerbare Energiequellen setzen, den öffentlichen Verkehr ausbauen, den Treibhaus-Ausstoß senken usw. Die Salzburger Landesregierung hat sich hier beispielsweise mit dem „Masterplan Klima und Energie“ ambitionierte Ziele gesetzt.

Es gibt den Ausspruch, dass Klimaschutz am Teller beginnt. Was ist damit gemeint?

Das bedeutet, dass jede und jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Mit jeder Entscheidung, was man kauft, wie energieintensiv man lebt oder auch was man isst, nimmt man direkten Einfluss auf das Klima. Am einfachsten ist es, Umweltpolitik mit dem Einkaufswagen zu machen: Du musst dich nur für Bio-Nahrungsmittel, Ökostrom und andere umweltfreundliche Produkte entscheiden.


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