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am 7. Juli 2016

Salzburger Fackeltanz: Grüne Regierungsmitglieder gegen Ausladung migrantischer TänzerInnen

GRÜNE Salzburg - LR Schellhorn und LRin Berthold: Ausladung widerspricht Salzburgs Anspruch als Menschenrechtsstadt – Appell an Bürgermeister Schaden

 Die Ausladung migrantischer Tänzerinnen und Tänzer vom traditionellen Salzburger Fackeltanz wird von Salzburgs Grünen Regierungsmitgliedern klar abgelehnt: „Das widerspricht den Intentionen der Salzburger Volkskultur, die sich seit Jahren um ein positives Miteinander bemüht. Die Ausladung ist zudem diskriminierend und steht im Gegensatz zum Anspruch Salzburgs als Menschenrechtsstadt", erklärt der für die Volkskultur ressortzuständige Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn. Und Integrationslandesrätin Martina Bertholddazu: "Das passt in kein weltoffenes Salzburg. Menschen die zu uns kommen, sich integrieren wollen und aktiv am Salzburger Brauchtum teilnehmen wollen, darf die Anteilnahme nicht verwehrt werden. Integration lebt von Einbindung in unsere Gesellschaft“.

Veranstalter des Fackeltanzes, der traditionell zum Auftakt der Salzburger Festspiele aufgeführt wird, ist die Stadt Salzburg, der Bürgermeister lädt dazu offiziell ein. Bereits in den vergangenen Jahren haben Tänzer und Tänzerinnen aus migrantischen Kulturvereinen am Salzburger Fackeltanz mitgewirkt. Die Tanzproben für den heurigen Fackeltanz sind bereits im Gange, dabei haben wiederum vier Paare mit Herkunft aus Kroatien, Serbien und Syrerin aus dem Tanzkreis der Kulturen, zum Teil anerkannte Flüchtlinge, teilgenommen. Plötzlich war ihre Teilnahme jedoch nicht mehr erwünscht, es erfolgte die „Ausladung“ durch den Leiter des Fackeltanzes. Bürgermeister Heinz Schaden hat dazu heute angekündigt, „keine Weisung“ erteilen zu wollen.

Schellhorn und Berthold in einer gemeinsamen Erklärung: „Als für die Volkskultur zuständiger Kulturlandesrat und als Integrationslandesrätin treten wir für die Integration aller Kinder, Frauen und Männer ein, die aus dem Ausland aus welchen Gründen auch immer zu uns kommen und bei uns leben. Gerade der Volkstanz bietet eine wunderbare Gelegenheit des Miteinanders. Dies wurde auch schon mehrfach unter Beweis gestellt. Persönlich konnten sich die Salzburgerinnen und Salzburger immer wieder davon überzeugen - unter anderem im April letzten Jahres beim Fest der Volkskulturen im Petersbrunnhof oder diesen Samstag beim großen Fest der Volkskulturen in der Salzburger Altstadt.“

An Bürgermeister Schaden appellieren die beiden Grünen Regierungsmitglieder, sich in dieser Causa so einzubringen, wie es dem Oberhaupt einer Menschenrechtsstadt gut anstehen würde und dahingehend zu wirken, dass so wie in den vergangenen Jahren auch der heurige Fackeltanz wieder für unsere ausländischen MitbürgerInnen offen ist.

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