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am 18. Februar 2014

Über die Vielfalt der Salzburger Kulturszene

Heinrich Schellhorn - Die Salzburger Festspiele sind mehr als nur ein „kulturelles Steckenpferd“, das Land hat aber auch sonst kulturell viel zu bieten.

Die Salzburger Festspiele sind viel mehr als ein „kulturelles Steckenpferd“. Wo gibt es das, dass ein kleine Provinzstadt eines der bedeutendsten Kunstfestivals der Welt ausrichten und ihm sogar seinen Namen geben darf. Die Festspiele sind mit ihrer Qualität und ihrer internationalen Ausstrahlung für die Kunst- und Kulturstadt Salzburg essentiell. Wer sich halbwegs auskennt, weiß auch um die künstlerische Flexibilität und permanente Erneuerungskraft der Salzburger Festspiele. Die Festspiele sind Teil des künstlerischen Lebens in Salzburg. Es gibt keinen Widerspruch zwischen der Förderung junger Künstler oder eines jungen Publikums und den Festspielen.

Ein Fehler wäre nur, es mit Festspielen bewenden zu lassen. Aber – ganz ehrlich – das glaubte vielleicht noch in der Karajan-Ära ein kleiner reaktionärer und elitärer Klüngel. Ich kenne niemanden, der heute in Salzburg glauben würde, mit dem Jedermann am Domplatz und ein paar pompös inszenierten Opern im Festspielhaus sei es in Salzburg kulturell getan.

In Salzburg finden junge Künstler in- und außerhalb der Festspiele fruchtbaren Boden vor. Das reicht von großzügigen Stipendien des Landes, über Ausbildungsstätten, geförderte Ateliers im In- und Ausland, die Sommerakademie, Kunst- und Kulturpreise, Förderprogramme für neue Kunstformen, Veranstaltungsorte wie Literaturhaus, Rockhaus, Schauspielhaus, Programmkino, ARGE-Kultur, Jazzit, Jazzfestival Saalfelden und so fort. So viel Platz haben sie gar nicht, wie ich hier für eine Aufzählung brauchen würde.

Kurzum: Es ist dumm zu glauben, dass in Salzburg ohne die Festspiele kulturell irgendetwas besser, jünger oder „moderner“ wäre. Es ist aber auch Realitätsverweigerung, Salzburg kulturell auf die Festspiele zu reduzieren. 

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