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am 24. November 2014

Schluss mit Sonderschulen!

GRÜNE Salzburg - „Wir müssen weg vom jetzigen System der Aussonderung hin zu einer gemeinsamen Schule, in der alle Kinder Platz haben“, sagt die GRÜNE Inklusionssprecher Kimbie Humer-Vogl.

Im Bundesland Salzburg gibt es 24 Sonderschulen. Ein noch unveröffentlichtes Gutachten der Universität Innsbruck stellt nun fest, dass Sonderschulen gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung – und damit gegen das Völkerrecht verstoßen. LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Inklusionssprecherin der GRÜNEN im Landtag, fühlt sich dadurch in einer langjährigen Forderung bestätigt: „Machen wir Schluss mit der Separierung von Kindern in Sonderschulen.“

Anstatt Kinder mit Behinderung in separate Einrichtungen zu schicken und sie so von frühester Kindheit an von anderen Kindern zu trennen, „sollten wir an allen Schulen die Voraussetzungen für einen inklusiven Unterricht schaffen“, fordert die GRÜNE Abgeordnete. Zwar seien die meisten Sonderschulen in Österreich nicht mehr – wie früher oft – reine „Verwahrungsstätten“ für behinderte und schwierige Kinder, und dafür gebühre vor allem den Lehrkräften Dank. „Dennoch“, so Humer-Vogl: „Wer in eine Sonderschule geht, wächst nach wie vor isoliert auf.“ Sonderschulen sind diskriminierend, weil sie Menschen auf das Merkmal der Beeinträchtigung reduzieren.

Wer Zweifel hat an einem Schulsystem ohne Sonderschulen, dem empfiehlt die GRÜN-Abgeordnete einen Blick über die Landesgrenzen: „Anderswo ist ein inklusives Bildungssystem längst gelebte Realität – und das funktioniert hervorragend! In Südtirol gibt es keine Sonderschulen mehr, dort gehen ALLE Kinder gemeinsam in die Schule. Warum soll das in Salzburg nicht möglich sein?“

Um vom „System Sonderschule“ zu einer gemeinsamen Schule zu kommen, braucht es in einem ersten Schritt die Grundsatz-Entscheidung: „Es werden keine Sonderschulen mehr gebaut.“ Parallel dazu müssten die Pflichtschulen barrierefrei umgebaut werden. Auch klar: Jede neue Schule ist als „Schule für alle“ zu konzipieren.

Was es für Humer-Vogl ganz sicher nicht braucht, sind weitere Modellregionen: „Wir haben genug Erfahrung mit inklusivem Unterricht gesammelt. Wir müssen es einfach nur noch tun.“

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