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am 4. Februar 2016

Der Weg der Integration beginnt mit dem ersten Tag im Land

Martina Berthold - In zwei Schritten zur "Charta der Integrationspartnerschaft"

Ein wichtiger Schlüssel zur Integration ist ein partnerschaftlicher Umgang miteinander. Deshalb beginnt der Salzburger Weg zur Integration nicht erst mit der Gewährung von Asyl, sondern mit dem ersten Tag im Land.

SCHRITT EINS: VEREINBARUNG DES ZUSAMMENLEBENS 

Der erste Schritt ist die "Vereinbarung des Zusammenlebens", die Asylsuchenden die notwendige Orientierung gibt. Diese wird beim Einzug in das Asylquartier besprochen und gemeinsam mit der Hausordnung unterzeichnet. "Für Flüchtlinge ist es wichtig, die Regeln und Grundlagen unserer Gesellschaft zu kennen und zu wissen, welche Erwartungen wir an sie haben", betonte Landesrätin Martina Berthold. "Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe. Gleichzeitig übernehmen die Asylsuchenden Verantwortung für das Zusammenleben im Quartier und im Umfeld."

Während des Asylverfahrens wird ergänzend zu den Deutschkursen der Volkshochschule auf ehrenamtliche Sprachtrainings, Ausbildung oder gemeinnützige Beschäftigung gesetzt. Darüber hinaus unterstützen Freiwillige die Asylsuchenden durch Freizeitangebote oder Einzelbegleitung. So wird bereits in dieser Zeit die Eigenständigkeit gefördert, damit die Menschen später schnell für sich selber sorgen können.

Zweiter Schritt - Charta der Integrationspartnerschaft

Nach einer positiven Entscheidung erhalten die Asylberechtigten die Charta der Integrationspartnerschaft. Die Caritas Salzburg, die im Auftrag des Landes die Sozialberatung durchführt, wird bei diesem zweiten Schritt ein Informationsgespräch führen. Die Asylberechtigten erhalten dabei auch ein Informationspaket zu weiteren Sprach- und Integrationsangeboten, Rechten und Pflichten in der Mindestsicherung, Arbeitsmöglichkeiten oder Beratungseinrichtungen für Frauen, Familien oder Gesundheitsthemen.

"Die Charta der Integrationspartnerschaft ist eine Zwischenstation auf dem Integrationsweg und ein wichtiges Signal. Die Asylzuerkennung ermöglicht den Menschen bei uns neu zu beginnen. Das bedeutet nicht nur, dass soziale Sicherheit, Meinungs- sowie Religionsfreiheit und Chancengleichheit geboten werden. Wir erwarten von unseren neuen Nachbarinnen und Nachbarn auch, dass unsere Grundwerte akzeptiert und unsere Gesetze eingehalten werden", so Landesrätin Berthold und konkretisierte: "Partnerschaft heißt, dass sich beide Seiten einbringen. Wir setzen Integrationsangebote, die auch angenommen werden müssen." 

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