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am 2. März 2016

SENIORiNNEN: Sterbevorsorge soll nicht mehr Teil des Schonvermögens sein – Land prüft

Kimbie Humer-Vogl - Das Schonvermögen für BewohnerInnen von Senioren- und Pflegeheimen, die Sozialhhilfe beziehen, war am Mittwoch Thema einer Debatte im Sozialausschuss des Landtags.

Die Grünen beantragten eine Prüfung, ob die Sterbevorsorge ganz oder teilweise aus dem Schonvermögen ausgenommen werden kann. „Das ist ein erster wichtiger Schritt, um die Situation der Betroffenen in den Seniorenhäusern zu verbessern“, sagt die GRÜNE Sprecherin für SeniorInnen, LAbg. Kimbie Humer-Vogl.

Taschengeld reicht oft nicht mal für das Nötigste

„Als Grüne setzen wir uns dafür ein, dass Menschen bis zum Ende ihres Lebens möglichst selbstbestimmt leben können. Dafür braucht es aber auch eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit“, erklärt LAbg. Humer-Vogl. Mit dem Schonvermögen in der Höhe von 5.170 Euro sei das für viele Betroffene nur sehr schwer möglich. „Das Taschengeld reicht vielen älteren Menschen nur noch für das Allernötigste: Eine Taxifahrt zum Seniorenclub oder ein dringend notwendiger Zahnersatz sind oft schon nicht mehr drinnen.“ Auch die 13. und 14. Pension könnten sich die Heimbewohner und -bewohnerinnen nicht ansparen, weil diese sofort abgeschöpft würden, so Humer-Vogl.

„Im letzten Lebensabschnitt müssen ältere Menschen viele Verluste ertragen. Gepaart mit finanzieller Mittellosigkeit führt das bei vielen zu einer Perspektivenlosigkeit, die sie nach all dem, was ihre Generation für Salzburg geleistet hat, keinesfalls verdient haben“, so Humer-Vogl. Sie kündigt an, weiter intensiv an Verbesserungen für ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen zu arbeiten. 

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