gruene.at
Navigation:
am 18. Juli 2016

Alle pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen bekommen die Unterstützung, die sie brauchen!

Kimbie Humer-Vogl, GRÜNE Salzburg - Pflege und Betreuung im Bundesland Salzburg - zusammengefasst in leicht verständlicher Sprache

  • Fast 5.000 Menschen leben in den 74 Salzburger Seniorenwohnhäusern. 
  • Sie werden von über 2.000 Pflegepersonen unterstützt.
  • Fast Drei Viertel der Menschen in Seniorenwohnhäusern bekommen Sozialhilfe.
  • In den eigenen vier Wänden werden 4.000 Menschen von den Sozialen Diensten in Salzburg unterstützt. Auch sie bekommen vom Land Salzburg finanzielle Unterstützung.
  • Es gibt 14 verschiedene Anbieter von „Sozialen Diensten“ (Haushaltshilfe und Haus-Krankenpflege). 
  • Es gibt 22 Tageszentren in Salzburg, in denen SeniorInnen  tagsüber betreut werden können. Über 800 SeniorInnen haben 2015 diese Tageszentren besucht.
  • In 55 Seniorenwohnhäusern gibt es Kurzzeit-Pflegeplätze.
  • Über 1.000 Menschen wurden 2016 von der Pflegeberatung des Landes beraten.

Wir haben den Salzburger Sozialbericht in leicht verständlicher Sprache zusammengefasst.

Der vollständige Sozialbericht für das Jahr 2015 kann im Internet heruntergeladen oder bestellt werden. (Seite 48-72)

Wenn Menschen sehr alt werden, brauchen sie oft Pflege.

Die Sozialabteilung zahlt für diese Menschen folgende Leistungen:

  • Stationäre Betreuung in Seniorenwohnhäuser und Hausgemeinschaften
  • Mobile Betreuung durch Haushaltshilfe oder Krankenpflege. Diese kommen direkt nach Hause.
  • Tageszentren und Kurzzeitpflege
  • Pflegeberatung des Landes

Stationäre Betreuung

Alte Menschen, die das Leben zu Hause nicht mehr schaffen können in ein Seniorenwohnhaus ziehen.

In Salzburg gibt es 74 Seniorenwohnhäuser.

Dort bekommen die Senioren Essen, Wohnen und Pflege. Wenn sie die Kosten dafür aus ihrem Einkommen (zum Beispiel Pension) und dem Pflegegeld nicht bezahlen können, zahlt die Sozialhilfe dazu.

  • Übrigens: Seniorenwohnhaus ist die neue Bezeichnung für Altersheim.

Fast 5000 Menschen leben in Seniorenwohnhäusern (2015: 4930 Menschen).

  • Die meisten dieser Menschen sind über 80 Jahre alt (74,5%).
  • Nur ein paar Seniorenwohnhausbewohner (ungefähr 3 %) sind unter 60 Jahre alt.
  • Drei Viertel der Bewohner sind Frauen. Der Anteil der Männer nimmt aber leicht zu.

Die Anzahl der Menschen, die in Seniorenwohnhäusern wohnen nimmt nicht zu. Aber für immer mehr Menschen muss die Sozialabteilung die Kosten bezahlen. 2015 bekamen 70% der Senioren in Seniorenwohnhäusern Sozialhilfe.

Dafür gibt es zwei Hauptgründe:

  • Die Menschen in den Seniorenwohnhäusern haben sehr hohe Pflegestufen. Das kostet sehr viel Geld. Dafür reicht ihre Pension nicht aus.
  • Viele Menschen verschenken ihr Geld und ihren Besitz bevor sie in ein Seniorenwohnhaus ziehen. Sie haben also keine Ersparnisse mehr für ihre Pflegekosten.

Obwohl die Anzahl der Menschen in stationärer Betreuung seit Jahren gleich geblieben ist, ist die Anzahl der Pflegepersonen in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

2015 gab es 2083 Vollzeit-Stellen in den Seniorenwohnhäusern.

In den letzten fünf Jahren gab es einen Anstieg an Pflegepersonen um über 200 Personen (231 Vollzeit-Mitarbeiter extra).

Die Lebensqualität in den Seniorenwohnhäusern wird durch mehr Personal und neue Wohnformen (Wohngruppen und Hausgemeinschaften) immer mehr verbessert.

Mobile Betreuung

Die meisten Senioren werden zu Hause gepflegt (80%).

Dabei machen die Angehörigen die meiste Arbeit. Zur Unterstützung gibt es die „mobile Betreuung“ der Sozialen Dienste. Zu den Sozialen Diensten zählen die Haushaltshilfe und die Hauskrankenpflege. Es gibt 14 verschiedene Organisationen, die diese Dienste anbieten.

„Mobile Betreuung“ bedeutet: Die Haushaltshilfe und die Hauskrankenpflege kommen ins Haus. Direkt zu den Leuten die das brauchen.

Über 4000 Haushalte im Bundesland Salzburg werden durch soziale Dienste unterstützt. Und jedes Jahr werden es mehr.

Unterstützt werden in erster Linie Ehepaare oder Einzelpersonen.

2015 gab es bei den Sozialen Diensten 643 Vollzeit-Arbeitsstellen.

Ein Vergleich zwischen Haushaltshilfe und Hauskrankenhilfe zeigt:

  • Das Alter der betreuten Menschen ist gleich. Die meisten Menschen sind 70 Jahre und älter.
  • Die Menschen die Haushaltshilfe bekommen haben aber deutlich niedrigere Pflegegeldstufen als die Menschen die Hauskrankenpflege bekommen.

Tageszentren und Kurzzeitpflege

Um den Angehörigen zu helfen, gibt es Tageszentren. In den Tageszentren werden die Senioren tagsüber betreut, schlafen tun sie zu Hause. In den letzten Jahren sind viele neue Tageszentren entstanden.

  • 2015 gab es 22 Tageszentren.
  • Die Tageszentren wurden von insgesamt 846 Personen besucht.
  • Seit 2014 wurden drei neue Tageszentren geschaffen und fast 100 Menschen zusätzlich besuchen jetzt Tageszentren!

Eine Hilfe für Angehörige ist auch die Kurzzeitpflege. Wenn sie zum Beispiel auf Urlaub fahren wollen, dann bleiben die Senioren für ein paar Wochen im Seniorenwohnhaus. Das Land hat viele neue Kurzzeit-Pflegeplätze geschaffen.

Insgesamt bieten 55 Seniorenwohnhäuser im Bundesland Salzburg Kurzzeitpflegeplätze an.

Pflegeberatung

Damit Angehörige gute Informationen über verschiedene Möglichkeiten der Pflege bekommen gibt es im ganzen Land die Pflegeberatung. Die Zahl der Leute, die sich beraten lassen, nimmt sehr stark zu.

2015 wurden über 1000 Personen (genaue Zahl 1232) mindestens einmal beraten.

60 % der Beratungen fanden Innergebirg (Pongau, Pinzgau, Lungau) statt.

Ausbau und Veränderungen

Die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig bleiben sie aber länger gesund und nutzen stärker die sozialen Dienste zu Hause.

Bis zum Jahr 2025 werden 400 neue Seniorenwohnhausplätze benötigt. Diese Plätze sind zum Teil schon im Bau.

Viele Seniorenwohnhäuser wurden in den letzten Jahren auch saniert. Besonders die Stadt Salzburg hat hier gute Arbeit geleistet.

Im Jahr 2015 wurde eine Verordnung gemacht, die als Anleitung für den Neubau von Seniorenwohnhäusern und Tageszentren dient. Darin steht zum Beispiel, wie viele Toiletten notwendig sind, wie groß der Aufzug sein muss und so weiter.

Kurzzeitpflege kann ohnehin in jedem Seniorenwohnhaus angeboten werden, wenn es freie Zimmer gibt.

Und die sozialen Dienste werden auch ständig ausgebaut.

So wird es auch in Zukunft ein großes Angebot für Menschen geben, die Pflege brauchen.


Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.