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am 23. Februar 2015

"Leichter Lesen": Das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz

Kimbie Humer-Vogl - Manche Eltern können nicht gut für ihre Kinder sorgen. Sie brauchen Hilfe. Manchmal reicht es, wenn ein Sozialarbeiter ins Haus kommt. Manchmal kommt das Kind in eine Wohngemeinschaft oder in ein Heim. Manche Kinder kommen zu Pflegefamilien oder werden adoptiert. Wie das geht, steht im Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Es gibt ein neues Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Am Mittwoch (25.Februar 2015) wird dieses neue

Gesetz im Salzburger Landtag beschlossen.


Viele Menschen haben an diesem Gesetz mitgearbeitet:

Leute vom Jugendamt, Politiker, Jugendeinrichtungen

und Jugendliche selbst.

Deshalb ist es ein sehr gutes Gesetz geworden.


Im neuen Gesetz ist das Kindeswohl das Wichtigste.

Kindeswohl bedeutet, dass es Kindern und Jugendlichen

gut geht.

Außerdem ist Prävention ganz wichtig.

Prävention bedeutet, dass man sofort hilft,

wenn es kleine Probleme gibt.

Man wartet nicht bis die Probleme groß werden.


Im Gesetz gibt es viele Neuerungen die für

Kinder und Jugendliche wichtig sind.


Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Hilfe für junge Flüchtlinge

Flüchtlinge ohne Eltern, die noch nicht 18 Jahre sind,

bekommen in Zukunft auch Hilfe und

Unterstützung von der Kinder- und Jugendhilfe.


  • Hilfe für Eltern

Wenn das Jugendamt Eltern ihre Kinder wegnimmt,

dann bekommen diese Eltern Hilfe von Psychologen.

Weil für die Eltern ist das eine schlimme Situation.

Auch wenn sie nicht gut zu ihren Kindern waren.

Mit den Psychologen lernen sie bessere Eltern zu werden.

Mit dem Ziel ihre Kinder zurück zu bekommen.


  • Hilfe bis zum 21. Geburtstag

Jugendliche die zum Beispiel in einer Wohngemeinschaft

betreut werden, mussten früher mit 18 Jahren ausziehen.

Jetzt dürfen sie bis 21 Jahren bleiben.

Für junge Mütter gibt es auch Hilfe bis sie 21. Jahre alt werden.


  • Hilfeplan

Damit Kinder und Jugendliche die beste Hilfe bekommen,

gibt es einen Hilfeplan. Da setzen sich Experten, Eltern und Kinder

zusammen und suchen die beste Lösung.


  • Hilfe in schwierigen Situationen

Wenn Kinder und Jugendliche Probleme in

Wohngemeinschaften machen dürfen sie nicht

gleich hinaus geschmissen werden.

Vorher gibt es zwei Helferkonferenzen,

wo eine gute Lösung gesucht wird.

Bei Helferkonferenzen treffen sich sich alle Personen, 

die mit der Betreuung, Unterstützung und Erziehung eines Kindes zu tun haben. 

Einen extra Betreuer kann der Jugendliche auch bekommen.

Das ist wichtig, weil es ist nicht gut, wenn Jugendliche

oft die Wohngemeinschaft wechseln müssen.


  • Information über Rechte

Kinder und Jugendliche sollen mehr über

ihre Rechte erfahren. Und ihre Meinung

soll auch gehört werden. Es wird einen Kinder-

und Jugendrat geben.

Ein Vertreter vom Kinder und Jugendrat wird

in den Jugendbeirat geschickt. Im

Jugendbeirat werden wichtige Themen

für Jugendliche beraten.

Im neuen Gesetz steht ganz genau welche

Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben.


  • kostenlose Hilfe

Jugendliche die in Wohngemeinschaften leben

und schon eigenes Geld verdienen, müssen

nicht mehr einen Teil ihres Geldes an die

Wohngemeinschaft zahlen.

Und Eltern, die Hilfe bei der Erziehung ihrer

Kinder bekommen müssen dafür nichts mehr bezahlen.


  • Information über die Kindheit

Ehemalige Heimkinder und Pflegekinder

dürfen 50 Jahre lang Auskunft darüber bekommen,

was damals passiert ist.

Das neue Gesetz wird sehr viel Geld kosten.

Aber das Geld ist gut eingesetzt.

Weil rechtzeitige Hilfe schützt vor späteren Problemen!

Ich wünsche mir noch, dass das ganze Gesetz in

Leichte Sprache übersetzt wird.

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