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am 8. Mai 2014

"Raumordnung neu" oder: Wie mobilisiert man Bauland?

Astrid Rössler - Um Bauland zu mobilisieren und die Preise wieder auf ein leistbares Niveau zu senken, sind in der Raumordnung einige, zum Teil gravierende Veränderungen geplant.

Wohnen ist teuer – für viele zu teuer – geworden. Um Bauland zu mobilisieren und die Preise wieder auf ein leistbares Niveau zu senken, sind in der Raumordnung einige, zum Teil gravierende Veränderungen geplant. 

So sollen Widmungen künftig auf zehn Jahre befristet sein, wird das Grundstück in dieser Zeit nicht bebaut, erfolgt automatisch die Rückwidmung in Grünland. Auch an eine Infrastrukturabgabe für gewidmete, aber nicht bebaute Flächen ist gedacht. 

Ein laufender Beitrag für die Erhaltung dieser Infrastruktur – der jedes Jahr steigen könnte, wenn das Bauland nicht genutzt wird – ist ebenso in Diskussion wie der Ausbau beziehungsweise die Wiederbelebung der Instrumente „Vorbehaltsfläche“ und „Vertragsraumordnung“ zugunsten des sozialen Wohnbaus.

stopp der Landschafts-zersiedelung​

Die weitere Zersiedelung der Landschaft mit ihren vielen negativen Folgen (Verkehr, Bodenverbrauch etc.) soll gestoppt werden. Bei der bereits laufenden Überarbeitung des Landesentwicklungsprogramms werden dahingehende wirkungsvolle Schritte überlegt. Das Hintanhalten der Zersiedelung hätte unmittelbare positive Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen und somit auch auf die Umweltbelastungen (Lärm, Schadstoffe). 

Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen zukünftig wieder möglichst zentrumsnah angesiedelt werden, um die täglichen Wege umweltfreundlich auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Verkehr zurücklegen zu können.

Freiraumnutzung

Darüber hinaus gibt es auch konkrete Überlegungen im Hinblick auf die vielfältigen Freiraumnutzungen. Hier sollen mittels eines Sachprogrammes die zukünftigen Entwicklungen auf der regionalen und lokalen Ebene besser abgestimmt werden. Grund und Boden ist nicht vermehrbar, daher ist es von herausragender Bedeutung mit dieser Ressource verantwortungsvoll umzugehen.

​SN-Artikel vom 8. Mai 2014: Rössler will Bauland nur noch auf Zeit widmen

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