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am 21. Oktober 2015

Salzburg hält zusammen - ganz besonders jetzt!

Heinrich Schellhorn - Das Land Salzburg bietet all seinen EinwohnerInnen - ob immer schon hier lebenden, wieder zurückkommenden oder ganz neu hinzukommenden - ein soziales Netz, das sie hält.

Die Menschen in Salzburg zeigen aktuell viel Herz und Engagement für jene, die aus ihrer Heimat vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten. Diese große Hilfsbereitschaft ist etwas Besonderes. Auch das Land hat hier eine Aufgabe: die schutzsuchenden Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Ich möchte als Soziallandesrat jedoch festhalten: Dies bedeutet nicht, dass es dadurch im Sozialbereich zu Kürzungen kommt! Derzeit mehren sich Stimmen, die die Sorge äußern, dass es für die Salzburger Bevölkerung nicht die gleiche Unterstützung gibt. Vor ein paar Tagen fragte sich etwa eine Leserin der Kronen Zeitung bezüglich der Situation von Obdachlosen in Salzburg: „Wo bleibt für diese Menschen ein Rucksack mit dem Nötigsten?“ Für Obdachlose in Salzburg stehen viele Hilfsangebote bereit, wie Notschlafstellen, der Virgilbus, der medizinische Versorgung bietet, oder die Betreuungseinrichtungen der Caritas. Es gibt auch ein konkretes Projekt namens Housing First, das Langzeitobdachlose dabei unterstützt, wieder eine Wohnung zu erhalten.

Aber auch andere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die durch die aktuelle Migrations-Thematik besorgt sind, möchte ich beruhigen: Das soziale Netz in Salzburg ist dicht geflochten und es gibt viele Leistungen, die Salzburgerinnen und Salzburger in Anspruch nehmen können. Allein für die Mindestsicherung wurden für heuer 39,5 Millionen budgetiert, die neben einer finanziellen Grundsicherung, auch die gesetzliche Krankenversicherung abdeckt. So kann jeder Mensch in Salzburg mit der E-Card kostenfrei zum Arzt gehen.

Neben dieser konkreten Unterstützung finanzieren das Land, die Stadt und alle Gemeinden viele Einrichtungen wie etwa die Schuldenberatung, den Frauentreffpunkt, die Telefonseelsorge oder das Kinderschutzzentrum. Diese stehen allen offen, kostenlos. Für all diese Einrichtungen wenden Land und die Gemeinden ca. 6 Millionen Euro jährlich auf.

Es gibt also viele Angebote, die Menschen in Salzburg kostenfrei in Anspruch nehmen können. Oft fehlt die Information darüber. Daran wollen wir arbeiten. Vergessen Sie nicht: Das Land Salzburg bietet all seinen EinwohnerInnen - ob immer schon hier lebenden, wieder zurückkommenden oder ganz neu hinzukommenden - ein Netz, das sie hält.

Denn Salzburg hält zusammen.

Ihr Heinrich Schellhorn 

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