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am 18. Juli 2016

Schutz und Hilfe für Flüchtlinge

Kimbie Humer-Vogl, GRÜNE Salzburg - Grundversorgung im Bundesland Salzburg - zusammengefasst in leicht verständlicher Sprache

  • Über drei-einhalb Tausend Flüchtlinge sind 2015 in der Grundversorgung unterstützt worden (3.547 Menschen).
  • Die Flüchtlinge sind aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Somalia. In diesen Ländern herrscht Krieg.

Wir haben den Salzburger Sozialbericht in leicht verständlicher Sprache zusammengefasst.

Der vollständige Sozialbericht für das Jahr 2015 kann im Internet heruntergeladen oder bestellt werden. (Seite 138-146) 

Flüchtlinge ohne Asylstatus haben noch keine Bestätigung, dass sie dauerhaft in Österreich bleiben können. Dafür kann es drei Gründe geben:

  • Asylwerber: das Aufnahmeverfahren ist noch nicht abgeschlossen
  • Subsidiär Schutzberechtigte: es wurde entschieden, dass der Flüchtling nur eine gewisse Zeit in Österreich bleiben kann (zum Beispiel 3 Jahre)
  • Fremde: Es wurde entschieden, dass der Flüchtling nicht in Österreich bleiben kann. Aber in seine Heimat kann man ihn auch nicht schicken. Weil das Heimatland zum Beispiel die Person nicht mehr zurück will.

Flüchtlinge ohne Asylstatus bekommen vom Land Salzburg folgende Leistungen:

  • Wohnen: Unterbringung in organisierten Unterkünften (Flüchtlingshäuser, Flüchtlingsquartiere) oder in Privathäusern.
  • Leben: Essen, Kleidung, Krankenversicherung, Pflege wenn nötig, Schulsachen für Kinder, Taschengeld
  • Bildung: Kindergarten, Schule
  • Sprache: Kurse von der Volkshochschule, Extrakurse damit der Hauptschulabschluss nachgeholt werden kann oder um einen Arbeitsplatz zu bekommen
  • Gesundheit: Sozialbetreuung der Caritas, Psychotherapie und Krisenintervention

Flüchtlinge unter 18 Jahren, die ohne Eltern in Österreich sind nennt man „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“. Die Abkürzung ist UMF. UMFs wohnen in Wohneinrichtungen.

Das Land Salzburg hat in der Grundversorgung viele Partner. Zum Beispiel: Rettet das Kind, Diakonie-Flüchtlingsdienst, Kinderfreunde, Verein Menschenleben.

8.1 Asylwerber

2015 sind drei ein halb Tausend Asylwerber in Salzburg unterstützt worden (3.547 Asylwerber).

  • Ø Das ist doppelt so viel wie 2014 (1.718 Asylwerber).
  • Ø Die meisten Asylwerber waren erwachsen (über 18 Jahre), nur zwei Zehntel waren Kinder oder Jugendliche.
  • Ø Die meisten Asylwerber waren männlich, nur zwei Zehntel waren Frauen.

Die Asylwerber sind aus folgenden Ländern gekommen:

  • Syrien (979 Asylwerber)
  • Afghanistan (834 Asylwerber)
  • Irak (626 Asylwerber)
  • Somalia (281 Asylwerber)

In diesen Ländern herrscht Krieg.

Die Asylwerber wurden in allen Bezirken untergebracht. Der Bezirk Hallein und der Bezirk Salzburg-Umgebung haben am wenigsten Flüchtlinge genommen. Wenn man die Zahl der Flüchtlinge mit der Einwohnerzahl des Bezirks vergleicht.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

2015 sind 162 unbegleitet minderjährige Flüchtlinge in Salzburg unterstützt worden.

Für diese Kinder ist die Kinder- und Jugendhilfe verantwortlich (siehe Kapitel Kinder- und Jugendhilfe).

Unterbringung im Rahmen der Grundversorgung

In Salzburg wohnten 2015 die meisten Flüchtlinge in organisierten Quartieren des Landes (82,8 %).

Entwicklungen und Veränderungen

Fast 90.000 Flüchtlinge sind 2015 nach Österreich gekommen (88.340).

Viele Flüchtlinge waren nur auf der Durchreise durch Salzburg.

Das Bundesland Salzburg hat für diese Flüchtlinge zwei Notquartiere bereitgestellt: am Bahnhof und an der Grenze zu Freilassing.

Wenn eine Gemeinde keine Flüchtlinge nehmen kann, kann der Bund gegen den Willen der Gemeinde ein Flüchtlingsquartier errichten. Aber nur wenn das Bundesland die Quote von 1,5 % Flüchtlinge im Land nicht erfüllt. Das nennt man „Durchgriffsrecht“. Der Bund hat bisher in Salzburg noch nicht das Durchgriffsrecht eingesetzt.

In Salzburg gibt es auch drei Verteilerzentren des Bundes. Die Flüchtlinge werden von diesen Quartieren auf ganz Österreich verteilt. Das Land Salzburg hat mit diesen Quartieren nichts zu tun. Diese Verteilerzentren sind im ehemaligen Hotel Kobenzl am Gaisberg, in der Kaserne Riedenburg und in der Kaserne Wals-Siezenheim.

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