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am 16. März 2016

Nicht mehr Unfälle durch Tempo 80

GRÜNE Salzburg - Statistische Auswertung stellt klar, dass sich auf der A1 Gesamtunfallzahlen nicht erhöht haben.

Von der Salzburger Polizei wurde umfangreiches Datenmaterial zur Verfügung gestellt, um die Frage der Unfallhäufigkeit auf der A1 Westautobahn im Bereich der Stadt Salzburg einer statistischen Auswertung zu unterziehen. Die Kernaussage der Auswertung: Die Zahl der Verkehrsunfälle im Beobachtungszeitraum Mai bis Dezember 2015, also nach der Einführung des flexiblen Tempolimits, hat gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Es hat jedoch eine Verschiebung der Unfälle nach dem Unfalltyp gegeben – die Zahl der Unfälle durch Fahrstreifenwechsel hat zugenommen, die Zahl der Schleuderunfälle und sonstigen Unfälle hat abgenommen. Inwieweit eine Reduktion der Geschwindigkeit der LKW in diesem Bereich zu einer zusätzlichen Entschärfung der Situation beitragen kann, soll diskutiert werden. 

"Die Auswertung stellt klar, dass es auf diesem Autobahnabschnitt durch die Einführung des flexiblen Tempolimits zu keiner Erhöhung der Gesamtunfallzahlen gekommen ist. Was die Luftsituation betrifft, brauchen wir zum Schutz der dort wohnenden Bevölkerung diese Maßnahme dringend. Denn dieser Autobahnabschnitt wird täglich von bis zu 100.000 Fahrzeugen benutzt. Deswegen wird der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid deutlich überschritten. Die EU hat erst vor wenigen Wochen ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet, wobei für Salzburg genau diese Grenzwertüberschreitung von der EU kritisiert wird.

Das flexible Tempolimit ist die mit Abstand wirkungsvollste Maßnahme mit dem geringsten Eingriff, denn wir erreichen mit einer temporären Fahrzeitverzögerung von etwa 90 Sekunden eine Reduktion der Stickoxide um neun bis zehn Prozent. Die Detailauswertung dazu wird im Juni 2016 vorliegen", sagte Umweltreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler. 

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