gruene.at
Navigation:
am 11. Jänner

VERKEHR: Flachgauer Schwerverkehr muss zurück auf die Schiene!

Josef Scheinast - Wirtschaftssprecher LAbg. Scheinast kritisiert 90-prozentigen Rückgang des Schiengüterverkehrs entlang der Lokalbahn und fordert rasches Maßnahmenpaket.

Der Schienengüterverkehr auf der Lokalbahn ist um 90 Prozent gesunken. Waren es in den Jahren 2005 bis 2007 noch jeweils rund 400.000 Tonnen, die entlang der Lokalbahnstrecke im Flachgau bewegt wurden, lag der Anteil im Jahr 2015 nur noch bei 50.000 Tonnen.

Kritik an dieser Fehlentwicklung kommt jetzt von den GRÜNEN: Im selben Ausmaß, in dem der Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlagert wurde, ist die Verkehrsbelastung durch Schwerverkehr im Flachgau und insbesondere für die Bergheimer Bevölkerung gestiegen.

„Wenn wir die Landesenergie- und Umweltziele sowie die Entwicklung der Gewerbegebiete im Flachgau Nord im Blick haben, müssen wir rasch spezielle Maßnahmen ergreifen und zielgerichtete Rahmenbedingungen zu schaffen, um wieder mehr Güter auf die Schiene zu bringen", sagt der GRÜNE Wirtschaftssprecher LAbg. Josef Scheinast und fordert ein entsprechendes Maßnahmenpaket. Dieses soll noch bis Ende 2018 auf Schiene gebracht werden. Die Vorschläge, wie dieses Paket aussehen könnte, liefert Scheinast gleich mit:

  1. ​Die Salzburg AG soll einen Experten/eine Expertin einsetzen, der/die sich speziell um die Stärkung des Güterverkehrs entlang der Lokalbahn bemüht (Güterverkehrsbeauftragter).
  2. Bei der Neuentwicklung von Gewerbegebieten und bei bestehenden Gewerbegebieten ist eine verpflichtende Quote von 'Warenverkehr auf der Schiene' festzusetzen.
  3. Der Abfallverband Siggerwiesen hat rasch Maßnahmen zu setzen, um seinen Güterverkehr überwiegend zurück auf die Schiene zu verlagern.

„Ziel all dieser Maßnahmen ist eine massive Verkehrsentlastung der Bergheimer Bevölkerung und eine Weiterentwicklung der Gewerbegebiete im nördlichen Flachgau", so Scheinast. Würden diese Schritte konsequent gesetzt - was für Scheinast unumgänglich ist - sei mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Notwendigkeit des Gitzentunnels neu zu bewerten.