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am 21. Juni

Das neue Raumordungsgesetz in Leichter Sprache

Kimbie Humer-Vogl - Nach 25 Jahren bekommt Salzburg erstmals ein neues Raumordnungs-Gesetz. Wir haben alle Neuerungen für euch in Leichter Sprache zusammengefasst.

Salzburg bekommt ein neues Raumordnungs-Gesetz.


Das Raumordnungs-Gesetz regelt,

wo die Menschen etwas bauen dürfen.

Zum Beispiel:  Auf manchen Wiesen dürfen Fabriken gebaut werden.

Auf anderen Wiesen nur Häuser.

Auf manchen Wiesen darf gar nichts gebaut werden.

Weil das Raumordnungs-Gesetz schon sehr alt ist,

hat Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler gemeinsam mit der Regierung

das Raumordnungs-Gesetz überarbeitet.

Dieses neue Gesetz wird ab dem Jahr 2018 gültig sein.


Das Gesetz hat ein sehr wichtiges Ziel:

In Zukunft soll nicht mehr so viel Wiese verbaut werden.

Zurzeit wird in Österreich jeden Tag eine Fläche die so groß wie 3 Fußballfelder ist verbaut.

Es ist wichtig, dass für die Landwirtschaft genug Fläche übrig bleibt.

Damit die Österreicherinnen und Österreich auch in Zukunft genug Nahrungsmittel produzieren können.


Hier sind die wichtigsten Neuerungen des Raumordnungsgesetzes

  • Weniger Zweitwohnsitze

Es gibt Haupt-Wohnsitze, wo Menschen das ganze Jahr über wohnen.

Und Zweit-Wohnsitze, wo Menschen nur manchmal wohnen.

Zum Beispiel im Urlaub.

In Zukunft sollen nicht mehr so viele Zweit-Wohnsitze gebaut werden.

Und möglichst viele Zweitwohnsitze sollen in Haupt-Wohnsitze umgewandelt werden.


  • Mehr Beratung für die Gemeinden

Es gibt einen Gestaltungs-Beirat.

Das ist eine Gruppe von Menschen, die Gemeinden berät,

wenn es darum geht wie sich die Gemeinden weiter entwickeln sollen.

In Zukunft sollen die Gemeinden schneller Hilfe vom Gestaltungsbeirat bekommen,

wenn sie Veränderungen planen.


  • Bessere Bau-Planung für die Gemeinden

Eine Gemeinde ist ein eingegrenztes Gebiet.

Die Gemeinde besteht aus bebauten und unbebauten Flächen.

Unbebaute Flächen nennt man Grünland.

Grünland kann in Bauland umgewandelt werden.

Das heißt zum Beispiel, dass auf einer Wiese ein Haus gebaut werden darf.

Im neuen Gesetz gibt es neue Regeln für die Bebauung von Grünland:


1. Auf neuem Bauland muss der Baubeginn innerhalb von 10 Jahren sein.

Wenn die Besitzerin oder der Besitzer nicht innerhalb von 10 Jahren zu bauen beginnt,

wird das Bauland wieder in Grünland umgewandelt.


2. Die Bebauung soll dicht sein.

Das heißt es soll möglichst wenig Lücken zwischen den Grundstücken geben.

Sondern Gebäude sollen dort entstehen, wo es schon Gebäude gibt.

So bleiben größere Flächen Grünland unverbaut.


3. Geschäfte gehören ins Ortszentrum.

Am Ortsrand sollen keine neuen Einkaufsgebiete entstehen.


4. Die Gemeinden einer Region sollen zusammenarbeiten.

Zum Beispiel braucht nicht jede Gemeinde ein Altersheim.

Es reicht ein Altersheim für mehrere Gemeinden.


  • Förderbarer Wohnbau

In Zukunft soll es Bauland geben,

auf dem ausschließlich förderbare Wohnungen gebaut werden dürfen.

Dadurch ist es möglich, billigere Wohnungen zu bauen.


All die neuen Regelungen des neuen Raumordnungs-Gesetzes tragen dazu bei,

dass das Land Salzburg auch in Zukunft ein wunderschönes Bundesland mit viel Natur bleibt,

in dem sich die Menschen wohl fühlen.

 

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