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am 24. Juni 2016

Günstigste Wohnungen sozial und gerecht vermieten ist Gebot der Stunde

Josef Scheinast - Vergabemodalitäten bei ausfinanzierten Mietwohnungen ändern, automatisches Eintrittsrecht durch soziale Neuvergabe ersetzen

Ausfinanzierte Mietwohnung von Gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften sollten künftig verstärk an Menschen vergeben werden können, die diese - in der Regel billigeren - Mietwohnungen aus sozialen Gründen auch wirklich brauchen. Die heute medial artikulierte Idee, per Verordnung die eingebürgerte Praxis der Weitergabe des Mietrechts innerhalb der Familie und einer damit verbunden sozialen Unschärfe zu beenden, wird von den Wohnbausprechern der Schwarz-Grünen Landeskoalition schon länger verfolgt. Der ÖVP-Wohnbausprecher Wolfgang Mayer und sein Kollege von den Grünen, Josef Scheinast, sind sich einig, dass sie hier einen entsprechenden politischen Vorstoß im Landtag unternehmen werden.

"Gerade Menschen mit geringem Einkommen geraten angesichts der hohen Wohnkosten in Salzburg immer stärker unter Druck. Die günstigsten freiwerdenden Wohnungen an jene Menschen zu vergeben, die diese am notwendigsten brauchen, ist daher ein Gebot der Stunde. Nach vielen Jahren, in denen der Neubau von Wohnungen im Zentrum der Wohnbaupolitik stand, ist es an der Zeit, den Fokus verstärkt darauf zu lenken, wie auch im Bestand sozialer und gerechter vermietet werden kann",  meint der Grüne Wohnbausprecher LAbg. Josef Scheinast.

Ähnlich sieht das sein Kollege von der ÖVP LAbg. Wolfgang Mayer: "Es ist gerade für das ´Wohnkosten-Hochpreis-Land´ Salzburg enorm wichtig, dass jene Wohnungen, die erschwinglich sind, zielgerichtet bei jenen Personen ankommen, die diese aus sozialen Gründen auch brauchen. Bis zu 10.000 Wohnungen wären in Salzburg von einer Änderung der Vergabemodalitäten betroffen, eine Größenordnung also, mit der man nicht unwesentliche Impulse in Richtung soziale Treffsicherheit und leistbares Wohnen setzen kann."

"Wir werden dieses Thema mit Nachdruck angehen, um so rasch wie möglich eine gute Lösung im Sinne der Betroffenen zu finden", sind sich Scheinast und Mayer abschließend einig. 

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